Schlafen mit Baby

Ach ja...dieses Schlafen...was war das noch gleich?

Die ersten Wochen waren noch sehr angenehm. Man konnte das Baby weglegen und es schlief immer und überall. Nachts durfte ich so 3 Stunden bis zum nächsten Stillen schlafen. Dann waren wir so 1-2 Stunden beschäftigt und weiter ging das Schlafen (wieder für ein paar Stunden). Dann wollte er tagsüber nur noch schwer schlafen. Er wehrt sich richtig dagegen. Und abends waren wir 1-2 Stunden beschäftigt bevor er überhaupt  einschlafen konnte. Pupsen, trinken, rülpsen, trinken, heulen ohne (für mich) ersichtlichen Grund, trinken, rülpsen, trinken... Dafür war die Nacht dann angenehmer, 3-4 Stunden Schlaf, Stillen (im Sitzen) und weiter schlafen. Aktuell schläft er abends gut ein, lässt mich in der "1. Runde" gut 3 bis 4 Stunden schlafen und dann ist die Nacht gefühlt vorbei. Es zappelt neben mir und er sucht die Brust, muss pupsen, ist wach...Schon süß, wenn man sich nachts denkt, was das Baby haben könnte, das Schummerlicht anmacht und dich das süßeste Lächeln der Welt begrüßt...er ist wach Das Spiel geht dann mit ein wenig Dösen noch ein paar Stündchen bis wir dann um 8, halb 9 aufstehen, weil ich bei seinem Wecken um dieses Zeit dann doch mal Hunger habe :D

Und ja, mein Sohn schläft neben mir im Bett. Hätte ich mir vor der Geburt nie vorstellen können. Es stand die ganze Zeit fest, er kommt in eine Wiege oder einen Stubenwagen ins Schlafzimmer. Was ich alles angestellt habe, um so etwas zu bekommen, das ich mir leihen kann. So lange braucht man das kleine Ding ja nicht

Und dann war er da, mein kleiner Sonnenschein. Der Stubenwagen stand bereit, ich legte ihn rein und er wimmerte leicht. Mein Mutterherz hielt das keine Minute aus und zack lag er neben mir.  Ich hatte immer Angst, ich könnte mich auf ihn rollen oder die Decke über ihn werfen. Aber nein. Bei jedem noch so kleinen Geräusch von ihm bin ich wach. Und er macht sich bemerkbar, wenn die Decke zu weit oben ist. Zudem liege ich eh die meiste Zeit starr mit dem Bauch zu ihm. Er wird wohl auch noch eine ganze Weile bei mir im Bett bleiben.

Am Anfang bin ich der Frage ausgewichen, wo er denn schläft. Die schlichte Antwort "bei uns im Schlafzimmer". Das reichte den Meisten.  Man hört ja immer nur wie gefährlich das denn sei, plötzlicher Kindstod bla bla. Bei meinen Still-Internet-recherchen fand ich dann aber mehrere Artikel, dass das gar nicht bewiesen sei. Und einen der Bezug auf eine Studie nahm. In dieser wurde z. B. gar nicht berücksichtigt ob die Eltern unter Drogeneinfluss standen. Ich nehm selber keine Drogen. Und mein Partner weiß, wenn er geraucht oder getrunken hat, darf er nicht ins Bett. Seit dem verkneift er sich beides, wenn er zu Hause ist. (Er ist nur am WE zu Hause.) Andere Drogen nimmt er auch nicht. Ich denke, wenn die Umgebung sicher ist, dann kann ein Baby sehr wohl im Elternbett schlafen. Dann lernte ich immer mehr Muttis kennen, denen es genauso geht. Bei denen auch zum Alibi für Besuch ein Bettchen neben dem Elternbett steht. Das macht Mut, dass es genau richtig ist, wenn mein Sohn bei mir schläft. So viele Mamis können nicht irren

Und inzwischen steh ich auch dazu, dass er bei uns im Bett schläft. Und keiner sagt was von wegen plötzlicher Kindstod. Das freut mich, da muss ich nicht mit wissenschaftlichen Studien ankommen ABER ich bekomme oft zu hören "naja, dann bekommste ihn aber später schlecht in sein eigenes Bett". Ich denke mir 'na und'. Er ist ein Baby. Irgendwann hat er schon die Schnauze voll von mir

5.1.15 10:49

Letzte Einträge: Abgeschnitten von der Welt, nervende Fragen und Aussagen, Krankenhaustrauma , (k)ein Badespaß, Verwandtschaft, nichts passt

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Hans Schwuchow (6.1.15 22:35)
Da haben sie vollkommen recht, den kleinen Mann an ihrer Seite schlafen zu lassen. Denn das ist ein Akt der Liebe. Das Kind in einer Wiege zu isolieren ist es nicht. Meine Frau und ich haben vier Kinder groß bekommen. Und alle schliefen sie bei uns im Bett.
Und es sind für mich, bis heute, wunderschöne Erinnerungen an diese Zeit, die dann doch, fast nicht zu glauben, sehr schnell vorüber war.

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